Mehr Wildnis wagen

Mehrere Jahrhunderte dauert es, bis aus einem Wald wieder ein echter Urwald wird. Der ehemals große Reichtum an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen schwindet täglich. Die EU hat die Abholzung einer der letzten intakten Urwälder in Europa – den Bialowieza-Wald in Polen – nur durch Androhung von Strafzahlungen stoppen können. Wir brauchen deutlich mehr Wildnisflächen in Deutschland und der gesamten EU, eine Agrarwende, weniger Pestizide und Dünger auf den Feldern, Hecken, Randstreifen, eine vielfältige Struktur, mehrjährige Blühflächen und mehr ökologischen Landbau. Wir müssen Umwelt- und Tierschutz gegenüber kurzfristigen Industrieinteressen stärken und daher die Verbandsklage weiter ausbauen. Für Umwelt- und Tierschutzverbände muss es ein volles Verbandsklagerecht in der gesamten EU geben, mit dem Verstöße gegen Umwelt- und Tierschutzgesetze geahndet werden können.

👉 Worum geht es? 1 Millionen Tier- und Pflanzenarten sind weltweit vom Aussterben bedroht. „Einige dieser Wunder drohen für immer auszusterben. Wir verlieren dabei nicht nur nette Dinge zum Anschauen, sondern kritische Bestandteile des Erdsystems. Was als nächstes passiert, hängt von uns allen ab.“ so heißt es in einem Film der BBC „Extinction: The Facts“ mit Sir David Attenborough.

👉 Was wir unter anderem brauchen: Den Schutz einzigartiger Kulturlandschaften und Urwälder, grenzüberschreitende Biotope, eine bessere Naturschutzfinanzierung, ein vollwertiges Verbandsklagerecht für Umwelt- !und! Tierschutzorganisationen in der EU; wissenschaftliche Erkenntnisse ernst nehmen!

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